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Grüne Titz 
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Lärmschutz für Jackerath - unzureichend

30.06.2009
Zu diesem aktuellen Thema wurde eine Sonderausgabe des Grünspechts in Jackerath verteilt. Den vollständigen Text finden Sie auch hier auf dieser Seite.

Sie können ihn auch als pdf herunterladen (Siehe unten).

Lärmschutz in Jackerath - unzureichend

Erinnern Sie sich?

1993
Die GÜNEN setzen sich zusammen mit einer Bürgerinitiative und vielen Jackerather Bürgern für eine Verschiebung der Abbaugrenze des Tagebaus weiter weg von der Ortschaft Jackerath ein. CDU und SPD lehnen ab.
Auch eine Klage der Gemeinde Titz gegen den Tagebau im weiteren Planverfahren im Jahr 1996 mit dem Ziel der Verschiebung der zu nahen Abbaugrenze, wie sie von uns gefordert wird, lehnen CDU und drei SPD-Ratmitglieder ab.

2000
Schon die Planung des jetzigen Autobahndreiecks zeigt Mängel.
Die GRÜNE Ratsfraktion bemängelt, dass es beim sechspurigen Ausbau zu erheblichen Belastungen der Bewohner komme. Die vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen reichen nicht aus. In einem Antrag fordern wir, die Ortslage Jackerath   im Sinne des Imissionsrechts nicht als Mischgebiet wie es im Flächennutzungsplan eingestuft ist, zu beurteilen. Die Ortslage Jackerath besteht real nämlich fast ausschließlich aus Wohnbebauung. Die Berücksichtigung der Wohnbebauung hat Auswirkungen   bei der Beurteilung der Imissionsverhältnisse. Ein   wesentlich geringerer Grenzwert der zulässigen Lärmbelastung wäre die Folge und ist zu verlangen.

Außerdem fordern wir eine Überprüfung der Verkehrsbelastung. Die Zahlen für das Planverfahren stammten aus dem Jahr 1995.

Eine weitere Forderung ist passiver Lärmschutz für alle Gebäude. Die vorliegenden Lärmschutzdaten beruhten lediglich auf Modellrechnungen. Deshalb beantragen wir die Erstellung einer sog. Isophonen – Lärmkarte. Dadurch können tatsächliche meteorologischen Bedingungen und Lärmbelästigungen ermittelt werden.

Diese weitgehenden Forderungen werden von CDU und SPD abgelehnt. So begnügt sich die Gemeinde Titz mit den geringeren Standards.

2002
Der Gemeinde wird im Vorfeld der jetzigen Planfeststellung eine Umweltverträglichkeitsstudie für die Trassenführung ab 2015 vorgelegt. Dann soll die Autobahn wieder dirket in Richtung Düsseldorf verlaufen. Es stehen   zwei von der Kölner Planungsbehörde erarbeitete Varianten zur Diskussion:

Variante 1, die jetzt im Jahr 2009 Gegenstand des Planfestellungsverfahrens ist, liegt wie ersichtlich nah am Ort. Sie ist natürlich wesentlich preisgünstiger für RWE.

Variante 2 umgeht Jackerath im großen Abstand und auch das neue geplante Kreuz ist wesentlich weiter vom Ort entfernt.

Die GRÜNEN beantragen, die ortsfernere Variante 2 zu wählen. Wie auch schon für die Planung des zur Zeit bestehenden Dreiecks   fordern wir darüber hinaus, sich nicht auf die vorliegende Modellrechnung zur Lärmemission zu verlassen, sondern diese realistisch zu ermitteln. Neben den vorgesehenen Maßnahmen (Lärmschutzwände u. Wälle, Flüsterasphalt) verlangen wir soweit möglich eine Verlegung der Autobahn unterhalb des Geländes (Vermeidung von Dammlagen) und als zusätzliche Lärmschutzmaßnahme Ausgleichspflanzungen zwischen Autobahn und Ortslage. CDU und SPD lehnen ab und entscheiden sich   für die Variante 1.

2009
Der Rat der Gemeinde Titz fordert einstimmig Lärmschutzmaßnahmen nach Neubaumaßstab für die ab 2015 vorgesehene neue Trassenführung.

Aber jetzt rächen sich die Fehler der Vergangenheit. Nun ist planungsrechtlich die Variante 1 festgeschrieben. Die Planungsbehörde in Köln spricht heute von bestandgeschützter Altanlage, die für den Neubau richtungweisend ist. Da die Gemeinde sich 2000 und 2002 nicht für einen höheren Standard eingesetzt hat, hat sie heute schlechte Karten.

Die Jackerather Bürger wehren sich mit Recht im Rahmen der Einspruchsfrist des Planfeststellungsverfahrens gegen den mangelnden Lärmschutz bei der Planungsbehörde in Köln mit Einsprüchen . Sie überreichen dem Bürgermeister eine Kopie ihrer Einsprüche.

Bei der Übergabe der Einsprüche mit Fototermin im Juni 2009 beklagen der CDU - Bürgermeister Josef Nüßer und der CDU - Ortsvorsteher Alfred Könen fehlenden Lärmschutz für die Autobahn und hohe Lärm– und Staubbelästigung durch die Bandsammelanlage des Tagebaus.

Jetzt erst! Früher Einsatz für die Interessen der Bürger durch die Mehrheitspartei CDU wäre notwenig gewesen.

Liebe Jackerather Bürger,

es ist Wahlkampf! Jetzt wird deutlich, wer in Titz die Interessen der Bürger vertritt.





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