Friederike Fischermann zu ihrer Kandidatur
Anlass für meine erneute Kandidatur für den Gemeinderat ist, dass ich mich weiterhin als Frau aktiv in die Politik einmissen will.
Meine Erkenntnis nach 15 Jahren Gemeinderatsarbeit ist, dass die wichtigsten Entscheidungen für alle Bürger - also für ca. 50 Prozent Frauen und 50 Prozent Männer - von einem bisher zu hohen Anteil von Männern (fast 90 Prozent der Ratsmitglieder) getroffen werden. Dabei erlebe ich immer wieder, dass Frauen durch ihre frauenspezifische Alltagsbewältigung, die häufig vielschichtiger als die von Männern ist, im Laufe ihres Lebens eine erstaunliche Kompetenz in vielen Bereichen erworben haben. Frauen nehmen im Gemeindeleben wichtige Aufgaben kompetent war. Sie sind Fachfrauen mit guten Orts– und Sachkenntnissen. Eine aktive Einmischung und Beteiligung von Frauen bereits im Vorfeld von Planungen ist eine reizvolle und lohnende Aufgabe. Ich denke da zum Beispiel an:
- Wohnumfeldverbesserung z.B. Straßenzustand, Spielplätze, Beachtung alters– und behindertengerechter Aspekte
- die Verwirklichung von energiebewusstem ökologischen Bauen
- die Erweiterung des Angebotes von Versorgungseinrichtungen
- den Zustand der Pflanzen– und Tierwelt, Umgang mit der vorhandenen Natur und Abfallvermeidung
- die Verbesserung des kulturellen Lebens
- die Qualitätssicherung der Kindergärten und der kommunalen Bildungseinrichtungen (Grundschule, Hauptschule, Volkshochschule)
- die Sicherung und den Ausbau der offenen Jugendarbeit
Die Frauen sollten nicht länger den Männern die Gestaltung unserer Gemeinde allein überlassen. Die Bündnisgrünen haben dies bei der Aufstellung der Kandidatenliste für den Titzer Gemeinderat berücksichtigt. Von den 13 Kandidaten in den Wahlbezirken sind fünf Frauen und auf den drei Spitzenplätzen stehen zwei Frauen. Eine meiner Arbeitsschwerpunkte im sozialen Bereich ist die Verbesserung der Lebenssituation von AusländerInnen und Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Dazu gehört für mich eine erhöhte Sensibilisierung unserer Gemeindeverwaltung und die Schulung ihrer sozialen Dienste. |  |
|  |