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Grüne Titz 
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Zwei neue Windkraftzonen in der Gemeinde Titz

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Titz, 29.04.2010 und 5.5.2010

Zwei neue Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen; eine bei Rödingen und eine bei Jackerath. Das war die Forderung fast aller im Rat vertretenen Parteien im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt. Nur die FDP lehnte die Ausweisungen ab. Eine ursprünglich geplante drittte Konzentrationsfläche bei Spiel fällt weg.

Damit gibt es einen breiten Konsens darüber, dass   die Gemeinde Titz einen Beitrag zur Windenergiegewinnung leistet.

Unterschiede zwischen den Ratsfraktionen ergaben sich bezüglich der Mindestabstände der Konzentrationszonen zu den geschlossenen Ortschaften, der flächenmäßigen Größe der einzelnen Konzentrationsflächen und der Anzahl der Windräder.

So forderte die W.I.R. 1500 m Abstand, CDU, SPD und GRÜNE setzten einen Mindestabstand von 1.200 m fest. Während die zuletzt genannten Fraktionen in beiden Konzentrationszonen die Anzahl der Windräder auf zehn begrenzten, forderte die W.IR. für die Konzentrationszone bei Jackerath eine Begrenzung auf zehn bei Verkleinerung der Gesamtfläche, bei Rödingen eine Begrenzung auf acht Windanlagen ebenfalls bei Verkleinerung der Fläche.

Der gemeinsame Antrag von CDU, SPD, GRÜNEN und des Bürgermeisters wurde schließlich gegen die Stimmen der W.I.R. und der FDP als Empfehlung an den Rat beschlossen.

In der Ratssitzung am 5.5.2010 wurde der Antrag schließlich mit den Stimmen von CDU, SPD, GRÜNEN und der Stimme des Bürgermeisters beschlossen.

Stellungnahme der GRÜNEN Ratsfraktion zum gemeinsamen Kompromissantrag von CDU,SPD, GRÜNEN und des Bürgermeisters

Im Ausschuss machte Friederike Fischermann die Position der GRÜNEN deutlich:

Wir GRÜNE tragen den in vielen Beratungen ausgearbeiteten Kompromiss zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen mit. Kernpunkte des gemeinsamen Antrags von CDU, SPD, GRÜNEN und des Bürgermeisters sind:

  • Je Anlagenstandort die Einhaltung eines Mindestabstands von 1.200 Metern zur nächstgelegenen geschlossenen Ortslage der Gemeinde Titz.
  • Damit entfällt die geplante Konzentrationszone zwischen Spiel und Ameln ganz.
  • Die Anzahl der Windenergieanlagen für die Konzentrationszone Rödingen wird auf 10 begrenzt. Das gleiche gilt für die Konzentrationszone bei Jackerath.
  • Außerdem wird für beide Konzentrationszonen die Gesamthöhe der Anlagen auf   149 Metern begrenzt.


Mit dem größeren Mindestabstand von 1.200 Metern vom Ortsrand kommen wir den Bedenken der Einwohner Rödingens und auch der Ortschaft Spiel entgegen, die Einwände bezüglich der ihrer Ansicht nach zu großen Nähe zum Ort vorgebracht hatten.

Wir betonen an dieser Stelle noch einmal, dass die Ursprungsplanung, wie wir sie zusammen mit der CDU in Gang gesetzt haben, rechtens ist. Unter dem Gesichtspunkt der Lärmbelästigung und des Schattenwurfs wurden auch bei dieser Planung alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten.

Es ist uns aber wichtig, die Bedenken der Bürger aufzunehmen und deshalb beinhaltet der Kompromiss diesen erheblich weiteren Abstand vom Ortsrand Rödingen und den Verzicht auf die Konzentrationszone bei Spiel.

Der Antrag der W.I.R. , die Abstandsgrenze auf 1500 Meter festzusetzen und die Konzentrationsflächen insgesamt zu verkleinern, lehnen wir ab. Es ist zwar machbar, die Flächen so zu verkleinern, dass gerade acht bzw. zehn Anlagen mit einem Abstand von fünf Rotordurchmessern gedrängt darauf passen, doch würde das jeder vernünftigen Planung widersprechen.

Auch die Kritik einzelner Windkraftgegner, die Flächen seien für 10 Anlagen zu groß und ihr Verdacht, es würden vielleicht im Nachhinein weitere Anlagen dazu gebaut, ist unbegründet.

Bezüglich der Flächengröße der Konzentrationszonen und der Abstände der einzelnen Anlagen innerhalb dieser Fläche hat unsere Fraktion bewusst nicht mit den möglichen Betreibern gesprochen. Vielmehr haben wir in unserer Fraktion neben eigener Recherche auch externe und unabhängige Beratung hinzugezogen.

Danach ist ein fünffacher Rotorabstand in der Hauptwindrichtung zwischen den einzelnen Windanlagen nach dem technischen Stand das mindeste. Vier Rotorabstände werden nur im Ausnahmefall geplant. Der ideale Abstand in der Hauptwindrichtung zwischen den einzelnen Anlagen für eine optimale Windernte liegt bei acht Rotordurchmessern. Es ist also sinnvoll, größere Abstände zu planen. Die Planung für die Konzentrationszonen in Rödingen und Jackerath berücksichtigt dies und die Abstände der Windanlagen liegen dort zwischen 5 Rotordurchmessern und dem Idealabstand.

Nach Rücksprache mit einem unabhängigen Experten ist die Größe der geplanten Gesamtflächen der beiden Konzentrationsflächen angemessen. Sie entspricht dem Planungs- und Ausführungsstand vieler Windparks.

Und durch die Begrenzung der Anlagenzahl auf 10 ist festgeschrieben, dass auf den Flächen auch nicht mehr gebaut wird.

Mit dem Kompromiss entstehen in Titz 20 neue Windanlagen in zwei Konzentrationszonen. Damit leistet die Gemeinde einen nach unserer Ansicht notwendigen und wichtigen Beitrag zum Ausbau der regenerativen Energien.




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