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Grüne Titz 
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Bild: Logo von B/90 Die Grünen

Grüne schärfen ihr Umweltprofil

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Eindeutiges Signal der Bundesdelegiertenkonferenz in Köln: Die Grünen sind die Klimaschutzpartei. Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten, den CO2-Ausstoß in Deutschland drastisch zu senken und sich für einen tiefgreifenden ökologischen Wandel einzusetzen.

Die Ziele sind ehrgeizig: Bis 2020, heißt es in dem Beschluss, soll Deutschland seinen Ausstoß an Kohlendioxid um 40 Prozent verringern, bis 2050 um mindestens 80 Prozent. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts soll der Umstieg zu einer
Vollversorgung mit erneuerbaren Energiequellen gelingen. Bis dahin sollen sogenannte Brückentechnologien wie Kohle– und Gaskraftwerke der neuen, effektiveren Generation mitgetragen werden dürfen.

„Wer heute die Probleme realistisch betrachtet, muss radikal handeln“ sagte der grüne Bundestagsabgeordnete und Umweltexperte Reinhard Loske, der den Antrag gemeinsam mit anderen auf der Bundesdelegiertenkonferenz mit eingebracht hatte. Die ökologische Vielfalt sei auf vielerlei Weise gefährdet, erklärte er. „Das ist kein Alarmismus, das ist Realismus. Das Fenster für gute Lösungen ist nur noch ein bis zwei Dekaden geöffnet.“

Unterstützung erhält Loske von renomierter Seite. Der Klimaforscher Mojib Latif vom Hamburger Max-Plank Institut für Meteorologie warnt: Das Problem Klimawandel dürfe nicht verharmlost werden. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre sei noch nie so hoch gewesen wie derzeit. Obwohl sich die internationale Gemeinschaft verpflichtet habe, die CO2-Emission zu senken, sei der globale Kohlendioxidausstoß seit 1990 um 30 Prozent gestiegen. Die Folge: „2005 war das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnung“, sagt Laif. Um den weiteren Anstieg auf zwei Grad zu begrenzen, seien große Anstrengungen nötig. Für die Menschen gehe es ans „Eingemachte“.

Die wichtigsten umweltpolitischen Beschlüsse der grünen Bundesdelegiertenkonferenz:

CO2-Emission: Bis 2020 soll Deutschland seinen Kohlendioxidausstoß um mindestens 40 Prozent bis 2050 um mindestens 80 Prozent vermindern. Ziel ist der komplette CO2 Verzicht.

Verkehr: Für den Spritverbrauch von Autos soll es verbindliche Obergrenzen geben. Auf Autobahnen soll ein 130 km/h-Tempolimit gelten. Im Flugverkehr soll eine Kerosinsteuer eingeführt werden, Billigflieger keine Subventionen mehr erhalten. Die LKW-Maut soll auf Bundesstraßen ausgedehnt werden, und der Nahverkehr soll durch eine City-Maut gestärkt werden.
      
Sparen: Mit Gebäudedämmung, modernen Heizungen, Sonnenkollektoren und Fotovoltaik sollen Energie gespart und das Handwerk gefördert werden. Stand-by-Schaltungen an Elektrogeräten sollen verboten werden.

Energieträger: Neue hocheffiziente Kohle– und Gaskraftwerke sollen bis zu einer kompletten alternativen Energiegewinnung in Kauf genommen werden. Wind-, Wasser– Sonnen– und Bioenergie sowie Erdwärme sollen ausgebaut werden. Für Energiepflanzen wie Raps oder Mais darf weder der Regenwald gerodet noch Gentechnik verwendet werden.

Ökologische Finanz– und Marktreform:
Der Ökosteuerkurs soll aufkommensneutral fortgesetzt werden. Umweltschädliche Subventionen sollen abgebaut, im Gegenzug   umweltfreundliche Autos und Geräte gefördert werden. Umweltfreundliche Unternehmen sollen Unterstützung bekommen.

Hinweis: Ausführliche Infos im Internet unter www.gruene.de