Antrag: Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen in der Gemeinde Titz
| Für die Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Umwelt und Wirtschaftsförderung am 18.04.2007 hat die GRÜNE Ratsfraktion einen Antrag zur Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen in der Gemeinde Titz gestellt, der im Folgenden im Wortlaut aufgeführt ist. Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Fraktion Im Rat der Gemeinde Titz Titz, 29.03.2007 An den Vorsitzenden des Ausschusses für Bauen, Planen, Umwelt und Wirtschaftsförderung Nachrichtlich: Herrn Bürgermeister Nüßer Sehr geehrter Herr Holzportz, Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Umwelt und Wirtschaftsförderung bitte ich um die Aufnahme des Tagesordnungspunktes: Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen in der Gemeinde Titz Erläuterung: Der Klimareport der Vereinten Nationen (sog. IPCC-Report) hat den menschgemachten Klimawandel als wissenschaftlich unbestreitbar dargelegt. Die Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen liegt im Verantwortungsbereich eines jeden Einzelnen, auch der Städte und Gemeinden. Zur Beratung stellen wir den folgenden Beschlussvorschlag: Der Ausschuss gibt folgende Beschlussempfehlung an den Rat: Der Rat der Gemeinde Titz beschließt im Einzelnen folgende Maßnahmen und mittel- bzw. langfristige Zielsetzungen: 1. Die Verwaltung und die gemeindlichen Einrichtungen (Schulen, Kindertagesstätte) nutzen Schaltleisten um den nicht notwendigen Standby-Betrieb von Geräten weitestgehend auszuschließen. Die Leisten sind zudem bedienerfreundlich anzubringen. 2. In den PC-Räumen der Schulen wird, soweit nicht vorhanden, ein zentraler Notaus-Taster installiert, der nach der Benutzung dazu dient, alle PCs vom Netz zu nehmen, um Standby-Verluste zu vermeiden. Es sollte überprüft werden, inwieweit es möglich ist, Server zumindest in den Ferien abzuschalten. 3. Die Gemeinde Titz informiert die Bürgerinnen und Bürger, welche Möglichkeiten zum Klimaschutz bestehen. Hierzu wird das Informationsangebot der Internetseiten der Gemeinde Titz erweitert. Die Verwaltung informiert dort auch über das Projekt „Pendlernetz“ des Landes NRW. 4. In der Beschaffungsverwaltung werden soweit möglich Produkte aus recyceltem Material und schadstoffreduzierter Produktion eingekauft. Bei Elektrogeräten werden nur noch Geräte der Energieeffizienzklasse A+(+) erworben. 5. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, in wieweit die von der Energie Agentur NRW angebotene sog. „E-fit“ Woche genutzt werden sollte. Im Zuge dieser Maßnahme werden in jedem Fachbereich und/oder Gebäude Energiebeauftragte benannt, die Ansprechpartner für Kollegen sind und die Umsetzung der erarbeiteten Einsparmaßnahmen begleiten. Auch die Schulen und der Gemeindekindergarten könnten in diese Maßnahme mit einbezogen werden. Die Kindergärten der freien Träger könnten ebenfalls eingeladen werden, sich zu beteiligen. 6. Die Verwaltung achtet bei der Erstellung von Bauleitplänen stets darauf, dass die Festsetzungen von Ausrichtung und Höhe von Gebäuden „solartauglich“ sind. Bei den Verwaltungsvorlagen für Bebauungspläne sollen stets Ausführungen über die Solartauglichkeit der Festsetzungen erfolgen. 7. Die Nutzung der Dächer der öffentlichen Gebäude für Solarthermie und Photovoltaik wird dadurch verbessert, dass die Verwaltung eine öffentlich einsehbare Liste über alle Dächer der gemeindlichen Gebäude, die sich für Photovoltaik-Anlagen eignen, erstellt und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Der Rat begrüßt die Einrichtung von Photovoltaikanlagen auf diesen Dächern durch die Kommune sowie im Wege des Contractings mit Dritten. 8. Im Jahr 2001 wurde von der Firma K&L Ingenieurgesellschaft für Energiewirtschaft für die Gebäude der Gemeinde Titz ein Energiemanagement- und Controllingsystem sowie ein Realisierungskonzept vorgelegt. Die kurzfristig möglichen und nötigen Maßnahmen wurden damals umgesetzt. Die mittel- und langfristigen Maßnahmen wurden im Einvernehmen mit dem Rat zum damaligen Zeitpunkt noch nicht zeitlich projektiert. Die Verwaltung wird beauftragt, die im Gutachten dargestellten mittel- und langfristigen Verbesserungspotentiale darzustellen. Die Verwaltung stellt auch dar, welche konkreten Maßnahmen zur Verbesserung möglich sind und ob Finanzierungen von Maßnahmen durch das Bundesprogramm zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude bezuschusst werden können. Sie stellt zusätzlich dar, wo Sanierungsmaßnahmen mittelfristig betriebswirtschaftlich sind und daher nach dem neuen kommunalen Finanzmanagement wegen ihrer Wirtschaftlichkeit (geringerer Energieverbrauch) durch die Aufnahme von Krediten (aus dem KfW-Kommunalkreditprogramm) finanzierbar sind. Mit freundlichen Grüßen Simons Fraktionsvorsitzender Dazu hat der Rat der Gemeinde Titz am 26.04.2007 den folgenden einstimmige Beschluss gefasst: Die Verwaltung wird beauftragt, festzustellen, welche der im Antrag der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN aufgelisteten Punkte schon umgesetzt sind und ob eine praktikable, effiziente, kostengünstige Umsetzung der übrigen Punkte möglich ist. |
News
Gudrun Zentis
kommt in den Landtag!
Danke für Ihre Stimme!
Infos zur NRW Wahl stehen hier!
[ mehr.. ]
Toplinks

zurück