Auf zwei Grad, mahnen die Wissenschafter, müssen wir die Erderwärmung begrenzen, um die Folgen des Klimawandels in einem beherrschbaren Maß zu halten. Deutschland könnte seinen Kohlendioxidausstoß bis 2020 um die dafür erforderlichen 40 % im Vergleich zu 1990 reduzieren. Das aktuelle Klimaschutzpaket der Bundesregierung schafft dies jedoch nicht. Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 /DIE GRÜNEN hat in diesem Sommer ihr Energiekonzept vorgestellt: „Energie 2.0“. Das Konzept ist ein Katalog von 78 Maßnahmen, deren Spektrum vom Fonds für die Ersetzung ineffizienter Elektrogeräte über ein Biogaseinspeisegesetz bis hin zu Energiepartnerschaften mit Mittelmeeranrainerstaaten reicht.
„Energie 2.0“ zeigt, wie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr die Energiewende geschafft und die Versorgungssicherheit gewahrt werden können – und zwar ohne Atom und Kohle. Als Übergangstechnologie bieten sich neben den erneuerbaren Energien die wesentlich weniger umweltschädlichen Gaskraftwerke mit Kraftwärmekopplung an. „Dabei geht es nicht nur um die Bürger, sondern auch um die Wirtschaft. Wir müssen eines lernen: in Zukunft anders zu wohnen, anders zu transportieren, anders zu produzieren“, sagt Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag. Dabei spielen die drei E´s eine wichtige Rolle: Energieeffizienz, Erneuerbare Energien und Energieeinsparung. „Wer die CO2-Emissionen um 40 % senken will, der muss hier und heute Maßnahmen auf den Weg bringen und darf dies nicht auf später verschieben“, so Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Im Wärmebereich sollen Einsparungen hauptsächlich durch ein Gebäudesanierungspaket mit Energieeinsparverordnung erreicht werden – bei gleichzeitiger Verbesserung des Gebäudesanierungsprogramms.
Ein Rückgang des Energieverbrauchs im Verkehr um 17 Prozent ist möglich. Dazu enthält das Konzept den Vorschlag, so Hans-Josef Fell, Energie- und Technologiepolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, „ein Programm für eine Million Ökostromautos bis zum Jahr 2020 aufzulegen.“ Weitere Maßnahmen sind die Entwicklung eines nachhaltigen Logistikkonzepts, verbindliche Grenzwerte für neue PKWs in ganz Europa, eine CO2-bezogenen KFZ-Steuer und ein Tempolimit.
Mehr Infos: www.gruene-bundestag.de |  |
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