Landesgrüne fordern Politikwende für NRW
In Bonn trafen sich im Mai mehr als 5.000 Delegierte zur internationalen UN-Natur- und Artenschutzkonferenz. Es ging um die Frage, wie die voranschreitende Naturzerstörung und das dramatische Artensterben weltweit gestoppt werden kann. Auch in NRW steht etwa die Hälfte der Arten auf der Roten Liste - Tendenz steigend.
„Die Rüttgers-Regierung macht NRW zu einem denkbar schlechten Gastgeber für die Artenschutzkonferenz", sagten die Vorsitzenden der Grünen NRW, Daniela Schneckenburger und Arndt Klocke, bei einer Artenschutz-Aktion vor dem Landtag. Mit der Aktion, bei der große Dominosteine mit Fotos von Tieren und Pflanzen Stein für Stein umfielen, wollten die Grünen im Land auf die Bedrohung des Artenschutzes durch den Klimawandel hinweisen. Klocke und Schneckenburger forderten die Landesregierung in NRW dabei auf, eine Politikwende einzuleiten.
„Die Politik von CDU und FDP läuft im Gegensatz zu ihren Lippenbekenntnissen den Zielen des Natur- und Artenschutzes zuwider und ist geprägt durch naturfeindliche Entscheidungen. Seit 2005 wurden gesetzliche Standards systematisch zurückgefahren, Finanzmittel gekürzt und die Umweltverwaltung abgebaut. So werden Artenschwund und Naturzerstörung gefördert und nicht gestoppt. Deshalb fordern wir von der Landesregierung eine Strategie zur biologischen Vielfalt für Nordrhein-Westfalen mit konkreten Zielen, Zeitplänen und Maßnahmen. Dabei muss es u. a. darum gehen, die Ökolandwirtschaft konsequent und umfassend auszubauen, den Verzicht auf Gentechnik zu erklären, einen Stopp des Flächenverbrauchs umzusetzen, den Wald naturnah umzuge-stalten und weitere Nationalparks - als erstes den Nationalpark Senne-Egge - auszuweisen. Wie beim Klimaschutz hat NRW in der Frage des Artenschutzes eine Vorbildfunktion. Ein konsequenter Schutz der biologischen Vielfalt beginnt auch in NRW!" |  |
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