Wie wir in Titz leben wollen
Ein Zukunftskonzept für die Gemeinde Titz Auf Grund eines einstimmigen Beschlusses des Gemeinderats wurde Prof. Dr. Helmut Breuer beauftragt, ein Konzept für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Titz als Beratungsgrundlage für den Gemeinderat zu entwickeln. Dr. Breuer ist eremitierter Professor der RWTH Aachen und war Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeografie. Zur Methode der Konzeptentwicklung gehört, dass der Rat nicht nur Auftraggeber ist, sondern dass die einzelnen Fraktionen selbst Ideen und Vorschläge einbringen, die in das zu erarbeitende Gesamtkonzept einfließen. Die Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN hat die folgenden Ideen und Vorschläge in einer Fraktionssitzung an Prof. Dr. Breuer herangetragen: Erhalt und Weiterentwicklung der dörflichen Struktur Unsere Gemeinde ist geprägt durch eine Vielzahl von z.T. kleinen Dörfern. Die dörflichen Strukturen der einzelnen Orte sollen erhalten, gestützt und weiterentwickelt werden (s. auch S.2 dieser Ausgabe) Biologische Landwirtschaft Konzepte für biologischen Anbau als Markt mit Zukunft sollten entwickelt werden. Dabei ist im Hinblick auf Umweltentlastung und Verminderung von Verkehr auf den Ausbau regionaler Strukturen zu achten und eine Zusammenarbeit mit dem Kreis Düren, der Region sowie den nächstgelegenen Ballungsräumen notwendig. „Optimierte Anwendungen in der Landwirtschaft“ sollten keine Massenware im Sinne agrarindustrieller Fertigung beinhalten, sondern nach biologischen Anbaukriterien ausgerichtet werden. Gewerbe Alle Einzelhandelsbetriebe, Handwerksbetriebe und Gewerbebetriebe sollten angesprochen werden mit dem Ziel einer Bestandsaufnahme auch örtlich bedingter Sorgen und Probleme und einer durch die Gemeinde unterstützte Aufarbeitung sowie der Entwicklung von Zukunftsperspektiven. Einzelhandel Neben dem zentralen Einkaufszentrum sollte der übrige Einzelhandel im Auge behalten werden. Erhaltende Maßnahmen sollten geplant werden, Ansiedlungen im Bereich des „Silos“ in Titz angestrebt und die Einrichtung eines Dorf-Ladens in Rödingen analog zu Jülich - Barmen untersucht werden. Mobilität Neben der Verbesserung des ÖPNV (Busverbindung zum Bahnhof Erkelenz zur Anbindung nach Aachen, Mönchengladbach und Düsseldorf) und verbesserter Anbindung auch nach Düren und Jülich sollte die Entwicklung einer Börse für Mitfahrgelegenheiten zum Einkauf ins Mittelzentrum oder auch weiter ins Auge gefasst werden. Darüber hinaus sollen die Möglichkeiten für Carsharing -auch als Ersatz für Zweitwagen– ausgelotet werden. Radwegenetz Neben dem überörtlichen freizeitorientierten Radwegenetz vorwiegend auf landwirtschaftlichen Wegen sollten „Alltagsradwege“ zwischen den einzelnen Dörfern entstehen. Zwar sind die einzelnen Dörfer etwa mit dem Zentralort Titz über Feldwege zu erreichen. Das bedeutet allerdings z.T. Umwege und entspricht nicht dem Sicherheitsbedürfnis vieler Bürger und dem von Eltern für ihre Kinder. Ein straßenbegleitendes Radwegenetz ist deshalb zu planen. In Zusammenarbeit mit Jülich ist auch ein überörtlicher straßenbegleitender Radweg zum Mittelzentrum vorzusehen. |

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